Montag, 23. Februar 2015

Elektronische Musik - Klassische Musik

Heute beschäftige ich mich mit der Entstehung der klassischen Musik. da es allerdings sehr schwer ist, den Beginn der klassischen Musik zeitgeschichtlich einzuordnen, habe ich beschlossen, die Geschichte des Kunstlieds, das in diese Epoche fällt zu bearbeiten.


Als Kunstlied wird eine Gattung des Liedes bezeichnet, die ausschließlich aufgrund von Musiknoten interpretiert wird und sich Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte. Das Kunstlied setzt eine klassische Gesangsausbildung voraus und unterscheidet sich durch den Aufführungsrahmen des Liederabends traditionell von der Arie in Oper und Oratorium sowie vom Theaterlied im Schauspiel.
Nach einer gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbreiteten Ansicht bestand der Unterschied zum Volkslied darin, dass jenes mündlich tradiert werde und oft keinen bekannten Komponisten vorweisen könne, während Kunstlieder bewusste Schöpfungen eines einzelnen Komponisten seien. Kunstlieder werden generell auf Lyrik komponiert.

Definition


Das Kunstlied ist ein europäisches Lied mit einer Entstehungszeit von 1810 (Beginn von Franz Schuberts Vertonungen) bis zu Werken von Richard Strauss und Arnold Schönberg, wobei das Schwergewicht auf den deutschsprachigen Liedern liegt.

Begriffsgeschichte

Das Kunstlied hat einen Schwerpunkt im deutschen Sprachgebiet, was sich auch daran zeigt, dass die Bezeichnung Lied unverändert in andere Sprachen übernommen wurde. Es ist eng an die Emanzipation des deutschsprachigen Bürgertums im 19. Jahrhundert und seine geselligen Aktivitäten wie die Liedertafel gebunden. Darin verbanden sich eine Haltung gegen Adel und Klerus als gesellschaftliche Oberschicht und gegen ausländische, damals vor allem französische Einflüsse. Bildungsbürgerliche Tugenden wie kulturelles Interesse, verbunden mit Geselligkeit und Bescheidenheit, wurden damit gegen repräsentative und modische Veranstaltungen im exklusiven Rahmen oder für das breite Publikum ausgespielt.

 Johann Georg Sulzer trennte erstmals den Begriff Lied in zwei Teile eines Artikels, in „Lied (Dichtkunst)“ und „Lied (Musik)“.
Hans Georg Nägeli forderte in Die Liederkunst  dagegen einen neuen Liederstil, in dem Sprache, Gesang und Begleitung zu einem höheren Ganzen verbunden würden. Diese Forderungen wurden erstmals von Franz Schubert erfüllt.
Der Begriff des Kunstliedes ist zum ersten Mal 1841 bei Carl Koßmaly vorzufinden, der damit die in der Zeit der Romantik einsetzende Trennung von Volkslied und Kirchenlied vornahm.
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt es auch Lieder mit Orchesterbegleitung.


Formen

„Schlichte periodische Gliederung“ wird aus der Sicht des 19. Jahrhunderts oft auch für das Kunstlied vorausgesetzt. Aus dieser Perspektive unterscheidet man:
Einfache Strophenlieder
Melodie und Begleitung sind in jeder Strophe dieselbe. Die so erzeugte Gesamtstimmung erstreckt sich über das ganze Lied. Stimmungswechsel haben keinen Einfluss auf die strophische Anlage.
Variierte Strophenlieder
Melodie und Begleitung ändern sich in bestimmten Strophen. Beispiel: Der Lindenbaum aus dem Zyklus Winterreise, Franz Schubert. Stimmungswechsel haben nur einen geringen Einfluss auf die strophische Anlage (z. B. Wechsel von Dur nach Moll, Ausschmückung von Strophen, Ergänzung durch einen kleineren neuen Teil)
Durchkomponierte Lieder
Dem Geschehen folgen stets neue Melodie und Begleitung. Beispiel: Der Erlkönig op.1 von Franz Schubert. Stimmungswechsel im Text beeinflussen die musikalische Gestaltung auf Kosten des Strophenaufbaus.
Vertonungen von Lyrik sind für Kunstlieder charakteristisch. Sie werden auf Grundlage einer schriftlichen Fixierung gesungen. Kunstlieder werden meist von ausgebildeten Sängern interpretiert, weil die Anforderungen für die Stimme gegenüber einem Volkslied generell deutlich höher sind.

Geschichte

Romantik


Franz Schubert im Mai 1825,

unten signiert von Rieder und Schubert

Autograph von Schuberts Erlkönig

Das deutsche Kunstlied im engeren Sinne entwickelte sich in der Musik des !9. Jahrhunderts mit den Hauptvertretern Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms und .
Franz Schubert erweiterte den Begriff des Liedes in hohem Maße. Das begleitende Klavier emanzipierte sich vom Sänger und schuf so einen reicheren Gegenpart zur Melodie, die Musik gewann an Gewicht und bestimmte den Ausdrucksgehalt des Werkes. In dramatischer Steigerung ist dies im „Erlkönig“ erkennbar: ein Lied, das lautmalerisch im Klavier die nachts eilig heimwärts galoppierenden Pferdehufe übernimmt. Im Lied „Gretchen am Spinnrade“ macht Schubert das nur anfangs gleichmäßige Drehen des Spinnrades in der Klavierstimme hörbar. Der Text geht zurück auf Johann Wolfgang von Goethes Faust. Schubert besaß auch den Mut, seine Vertonung Goethe zuzusenden, der von Schuberts neuem Stil allerdings wenig angetan war – seiner Meinung nach stünde der Text dabei nicht mehr im Vordergrund. Er bevorzugte daher die schlichteren Vertonungen Carl Friedrich Zelters. Schuberts wachsender Popularität tat das keinen Abbruch.
Seine beiden großen Liederzyklen Die schöne Müllerin (1823) und Winterreise (1827) auf Texte von Wilhelm Müller zählen zu den Höhepunkten der Liedliteratur. Schubert war es auch, der die Gattung des Klavierliedes mit begleitendem Solo-Instrument bekannt gemacht hat. „Der Hirt auf dem Felsen“ gilt seither als Standardwerk für Sopran, Klarinette und Klavier. Der posthum erschienene Schwanengesang umfasst Lieder aus Schuberts letzter Schaffenszeit. Seine Lieder wurden so bekannt, dass man das deutsche Wort Lied in andere Sprachen übernommen hat (französisch: le lied,  englisch: the lied,  Damit wird spezifisch das Kunstlied deutscher Prägung bezeichnet.


Ich habe den Text stark verkürzt und einige Punkte weggelassen, da es ein abendfüllendes Programm wäre, die ganzen infos zur Entstehung von Kunstliedern sich durchzulesen. Wer dies trotzdem tun will, kann das natürlich trotzdem gerne tun; hier ist der Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kunstlied

Version des Erlkönigs:
https://www.youtube.com/watch?v=5XP5RP6OEJI

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